Versand massgefertigter Tische und Tischplatten ab Werk

Hölzer

tischwerk stellt die massiven Holzplatten für den ZETA in den Holzarten Ahorn, Esche, Eiche, Kirsche und Nussbaum aus durchgehenden Stäben her. Sie stammen aus nordeuropäischer Holzwirtschaft und sind daher eine nachwachsende Ressource. Holz ist allerdings ein Naturprodukt und wird ohne weitere Materialveränderung (wie z.B. bei Spanplatten) zu Vollholzprodukten weiterverarbeitet. Daher kann nie ein Werkstück dem anderen gleich sehen, auch wenn bei der Verarbeitung noch so hohe Qualitätskriterien angewendet werden. Hierauf sei hinsichtlich der Beurteilung eines jeden fertigen Produktes gegenüber den auf diesen Seiten beispielhaft abgebildeten Tischplatten ausdrücklich hingewiesen.Um trotzdem bei der Produktion innerhalb eines gesteckten Variationsrahmens bleiben zu können, ist es um so wichtiger, bei der Herstellung von erstklassigen Massivholzmöbel einen hohen Qualitätsmaßstab anzulegen bei der Auswahl der zu verwendenden Holzteile und der einwandfreien Verarbeitung. Auch tischwerk wendet diese Kriterien an und fertigt ausschließlich in handwerklicher, von Schreinermeistern geführter Arbeit. Hinzu kommt die stetige Überprüfung und Sicherung der aufgestellten Qualitätsanforderungen in den einzelnen Produktionsschritten.

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl der verwendeten Holzarten waren auch die Holzhärte und die möglichst hohe Astfreiheit. Nur unter Verwendung von Harthölzern von Bäumen mit hohen, astfreien Stämmen lassen sich ruhige bzw. ausgeglichene Strukturbilder von Platten und strapazierfähige Oberflächen erzeugen. Gleichwohl können wir auf Anfrage auch auf lebhaftere, astreichere Holzstrukturwünsche eingehen.

Ahorn (europäisch)

Brinell Härte 27 – 28 N/mm2. Ein sehr helles Holz mit weitgehend homogener Struktur und nur schwacher Maserung. Seine geschlossenporige Oberfläche kann besonders glatt und handfreundlich geschliffen werden. Streckenweise kann das Holz bei bestimmtem Lichteinfall leicht schimmernde, fast silbern glänzende Reflexionen aufweisen. Ahornplatten wirken mit ihrem insgesamt ruhigen Erscheinungsbild leicht und freundlich, dies vor allem in hellen Räumen. Wegen des hohen Farbkontrastes der Äste wird verstärkt auf Astvermeidung geachtet.

Esche

Brinell Härte 37 – 41 N/mm2. Das Holz der Esche ist nicht ganz so hell wie Ahorn, aber heller als Eiche. Oft zeichnen sich gleichmäßige Jahresringe, in etwas größeren Abständen ab. Kern- und Splintholz sind in der Regel gleichfarbig weißlich bis gelblich, oder weißrötlich gefärbt. Teilweise besitzt der Stamm einen hell- bis dunkelbraunen Farbkern, seltener kommt ein olivfarbener Kern hervor, der wegen seiner Ähnlichkeit mit Olivenholz interessant sein kann.
Eschenholz kommt in Frage, wenn man eine ablesbaren Holzstruktur (Jahresringe) wünscht, aber in der Farblichkeit ein ruhiges, gleichmäßiges Bild bevorzugt.

Eiche/Wildeiche

Brinell Härte 34 – 41 N/mm2. Bekanntermaßen eines der härtesten Hölzer die es gibt. Daher ist die Oberfläche besonders widerstandsfähig. Die sich relativ deutlich abzeichnenden Jahresringe verleihen dem Eichenholz sein typisches Gepräge. Trotz mancher Äste können bei entsprechender Sortierung sehr homogene Platten hergestellt werden, da auch die Farbkontraste insgesamt eher gering ausfallen. Bei ‚Wildeiche‘ handelt es sich nicht um Holz von wild wachsenden Eichen, sondern es werden gerade die Äste und Farbunterschiede des normalen Stammholzes dazu genutzt, ein lebhafteres Maserungsbild zu erzeugen. Mit ihrem ins gelbliche gehenden, mittleren Braunton bringt eine Eichenplatte – ob mit oder ohne Astgepräge – viel Wärme in den Raum.

Übrigens: Eiche eignet sich seiner Härte wegen in geöltem Zustand auch sehr gut für den Außenbereich. Das Holz bleicht mit der Zeit aus, kann aber auch in ‚ausgewaschenem‘ Zustand viele Jahre dem Wetter trotzen, was an alten Bauernhäusern immer wieder zu bewundern ist.

Kirsche (europäisch)

Brinell Härte 30 – 31 N/mm2. Neben der Eiche ein sehr hartes Holz, das aber wie alle Obsthölzer sehr unregelmäßig wächst. Kirschholz weist oft starke hell-dunkle Farbschattierungen auf, die den natürlichen Reiz dieses Holzes ausmachen. Die Jahresringe verlaufen nach dem Sägeschnitt zum Teil mäandrierend und ergeben mitunter eine ‚blumige‘ Struktur. Völlig astfreie Platten lässt das angebotene Stammholz kaum zu, aber ein gewisser Anteil kleinerer Äste gehört nun ‚mal zum Gepräge eines Kirschholztisches mit dazu. Das wesentliche bei Kirsche ist allerdings der rötliche bis cognacfarbene, helle Braunton, durchsetzt mit Hell-Dunkel-Kontrasten, und manchmal sogar durchzogen von leicht hellgrünen Linien. Er macht das Einzigartige des Holzes aus und akzentuiert in Verbindung mit seiner individuellen Strukturierung jede Innenraumgestaltung.

Europäischer Nussbaum

Brinell Härte 25 – 28 N/mm2. Der hier verwendete französische Nussbaum wächst wie andere Obsthölzer eher unregelmäßig. Er bildet sehr starke Strukturen aus, die sich vor allem in großen Farbunterschieden zeigen. Zum natürlichen Charakter einer Nussbaumtischplatte gehört also der recht abrupte Wechsel von fast ahornartigen gelben, hellbraunen und dunkelbraunen Abschnitten innerhalb der einzelnen Stäbe. In der Nähe von Ästen können sogar schwarzbraune, mitunter ‚knorrige‘ Stellen auftauchen. Auch angesichts des hohen Wertes von Nussbaumholz wäre es ein Frevel, allzu viele astdurchzogene Stammabschnitte auszusortieren. Aus dieser ‚Not‘ kann man allerdings getrost eine Tugend machen, denn mit seiner lebhaften, stets warmtönigen Farbpalette, verbunden mit einer interessanten Strukturierung, steht immer ein optisch einzigartiger, stets individuell gestalteter Tisch im Raum.

Amerikanischer Nussbaum

Brinell Härte 26 N/mm2. Die nordamerikanische Art des Nussbaumes wächst gleichmäßiger und besitzt weniger Unterschiede zwischen Kern- und Splintholz. In der Regel ist das Holz dunkler als die europäische Ausführung und weist mitunter leicht violette Nuancierungen auf. Lässt man bei der Sortierung der Stäbe für eine Tischplatte die hellen Splintholzanteile weg, so sind sich die beiden verbrüderten Hölzer nicht unähnlich. Alles in Allem erzeugt jedoch ein Tisch aus amerikanischem Nussbaum mit seinem oft ruhigeren, dunkleren Charakter einen noch edleren Eindruck, als die europäische Variante.

Jede der genannten Holzarten hat nicht nur ihren eigenen gestalterischen Charakter, jede einzelne hergestellte Tischplatte wird auch immer ihr individuelles optisches Gepräge innerhalb der Bandbreite der jeweiligen Holzart besitzen. Auch wenn der Schreinermeister sich die Stämme im Sägewerk vorher auf ihre Eignung hin ansieht, bleibt der Einfluss, den man auf das optische Erscheinungsbild einer jeden fertigen Tischplatte hat, insgesamt relativ gering.

Wenn Sie trotzdem bestimmte Vorstellungen bzw. Wünsche bezüglich der Eigenart oder Lebhaftigkeit der Holzstruktur Ihres neuen Tisch haben, so tragen Sie das im Bestellformular im Feld ‚Besondere Angaben‘ bitte ein. Wir überprüfen dann, ob sich Ihr Anliegen realisieren lässt. Sollten Sie darüber hinaus Tische bzw. Tischplatten in anderen Holzarten wünschen, so setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.